Absprache aufgekündigt, Job gefährdet

Absprache aufgekündigt, Job gefährdet

NickName 27.12.2024 22:55
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Hallo,


wir leben seit 3 Jahren getrennt, wohnen nah beieinander und unsere beiden Kinder wechseln wöchentlich. Aufteilung zu gleichen teilen, abgesehen davon, dass die Mutter auch in meinen Wochen das Bringen der Kinder in Kita und Schule übernimmt, da ich selbst in einer Schule arbeite und das durch den späten Start der Waldorf-Kita nicht gewährleisten könnte. Eigentlich hatte sich zuletzt alles wieder beruhigt und ich endlich das Gefühl, dass alles seinen Gang ginge. Dann aber, kurz vor Weihnachten freundliche verpackt in einem Gespräch, die Ankündigung, dass sie ab Januar die Kinder nicht mehr bringen kann, wenn sie bei mir sind. Diese Absprache hatten wir explizit erneuert und ich habe ihre Zusage, dass sie das das letzte Kita Jahr noch komplett übernimmt. Nun das. Auf meine Antwort (in Ruhe per Mail), dass ich wirklich keine Möglichkeit sehe, die Kinder selbst bringen zu können und auf Ihre Zusage angewiesen sei, nur, dass unter umständen einzelne Tage nach Absprache möglich seinen, aber sie das schon ab der ersten Woche im neuen Jahr nicht mehr komplett machen kann.

Nun hatte ich weder die Möglichkeit mit der Kita zu sprechen noch mit meinem Arbeitgeber und darüberhinaus wirklich keine Möglichkeit über mehrere Monate so regelmäßig früh auszufallen. Somit wäre im Grunde meine berufliche Existenz gefährdet. Das wird ihrerseits scheinbar ausgeblendet und sei lediglich mein Problem. Hinzu kommt, dass die einzige Veränderung ist, dass sie ab Januar keinen Job hat und bis zu ihrer neuen Stelle nun betreffende 6 Monate frei hat. Der Wunsch ist also mehr Freizeit und Freiheit zu haben - natürlich auch verständlich, aber mir so die Pistole auf die Brust zu setzen und mich derart in Existenzängste zu drängen ist doch rücksichtslos und gefährdet nicht nur unseren Umgang miteinander, sondern auch die Stabilität für unsere Kinder.

Schon als diese Absprache vor 3 Jahren getroffen wurde (die beinhaltet, dass ich ihr extra dafür Geld zahle monatlich) hatte ich ihr meine Situation genau geschildert und den einzigen Ausweg genannt, dass sonst der Kleine in eine andere Kita wechseln könnte, die schon früh ab 7Uhr auf hat. Nun habe ich genau dies als mögliche Alternative angesprochen, um ihr die Freizeit zu ermöglichen und mir den Erhalt meiner Arbeitsstelle. Sicherlich ist dies ein Akt für den Kleinen, aber er ist Taff, aufgeschlossen und würde das absolut hinbekommen. Ihre Reaktion war hingegen klar: sie würde dem nie zustimmen und wies auf das geteilte Sorgerecht hin, eine Kündigung ist ohne ihre Zustimmung also nicht möglich. Dabei habe ich sogar am 23.12. noch 2 Kitas in unmittelbarer Umgebung erreicht, die uns ab Februar einen Ganztagsplatz anbieten würden.

Ich weiß garnicht wie ich nun reagieren soll, da nun über die Feiertage selbst Beratungsstellen zu haben und alles quasi sehenden Auges in dieses Chaos schlittert.

Daher hätte ich gern mehr Argumentationssicherheit, bin selbst Rat- und Hilflos und mache mir seit Tagen riesige Sorgen, wie sich das auflösen lassen soll.

Vielleicht gibt es ja hier eine zündende Idee oder eine positive Haltung für mich, um noch einmal das Gespräch mit ihr zu suchen.

Vielen Dank im Vorraus.